Foto: R. Huber

Foto: G. Gattinger

Grafik: K. Kühtreiber, auf Basis Geodaten NÖGIS

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Foto: K. Kühtreiber

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Vorträge

Vorträge im Wintersemester 2025/2026

Dienstag, 18. November 2025, 18 Uhr
Universität Innsbruck, 6020 Innsbruck, Innrain 52A/Ágnes-Heller-Haus, 4. OG, Seminarraum 04M100

Zuzanna Dziuban (Wien)

Body Scooping: Instrumentalization and Material Dispersal of Incinerated Human Remains from the Holocaust

The talk presents research into institutionalized practice of “handing over” of incinerated human remains by major museums established at the sites of former Nazi concentration and extermination camps in Poland. In the decades following the establishment of those museums, incinerated human remains of mostly Jewish victims of the camps were collected by museum employees and other actors, packed into boxes, bags, or urns and given to variety of (memorial) institutions and private individuals in Poland and worldwide. The documents gathered at the archives of Auschwitz-Birkenau and Majdanek, indeed, give voice to a deeply institutionalized if not normalized phenomenon. The donations of ashes were made by the museums in order for them to be buried elsewhere, incorporated into memorials or exhibited at local Polish schools and other institutions, including factories and community centers, exposed in museums in the country and abroad, embedded into buildings used for religious (mostly Christian) worship all over the world. In the talk I will retrace trajectories of several urns with ashes from the Holocaust, and propose a critical consideration of the practice taking into account, on the one hand, the sensitivities of Jewish religious law pertaining to human remains and, on the other, a reflection on the politics of dead bodies and the violence against human remains entailed in the practice.

Zuzanna Dziuban holds a PhD in cultural studies. She is a senior postdoctoral researcher at the Institute of Culture Studies of the Austrian Academy of Sciences. She is the author of Foreignness, Homelessness, Loss: Dimensions of Atopia of the Contemporary Cultural Experience (2009, in Polish), the editor of The ‘Spectral Turn’: Jewish Ghosts in the Polish PostHolocaust Imaginaire (2019), of The ‘Forensic Turn’: Engaging Materialities of Mass Death in Holocaust Studies and Beyond (2017), and co-editor of several special issues: Forensik in Zeitschrift für Kulturwissenschaften (2019, with Gudrun Rath and Kirsten Mahlke), The Surviving Thing: Personal Objects in the Aftermath of Violence in the Journal of Material Culture (2020, with Ewa Stańczyk), Accessing Campscapes: Critical Approaches and Inclusive Strategies for European Conflicted Pasts in Heritage, Memory and Conflict (2023, with Rob van der Laarse), and Displaying Violence in the Austrian Journal of Historical Studies (2023, with Stefan Benedik and Ljiljana Radonic). Her research focuses on the material, affective and political afterlives of the Holocaust and other instances of political violence, and the politics of dead bodies.

Livestream: https://webconference.uibk.ac.at/rooms/bar-yun-mfb-bu8

Download lecture announcement/Vortragsankündigung

Mittwoch, 10. Dezember 2025, 18 Uhr c.t.
Universität Wien, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, 1190 Wien, Franz Klein-Gasse 1, 3. Stock, Hörsaal 7 (hybrid)

Jochen Haberstroh (München)

Fluss, Land, Stadt – mittelalterliche Siedlung in der Schotterebene. Eine neu entdeckte Dorfwüstung bei München.

Für ein Neubauvorhaben des Bundesamtes für Strahlenschutz mussten 2024 archäologische Ausgrabungen in Neuherberg, Gde. Oberschleißheim b. München durchgeführt werden. Dabei konnte der zentrale Ausschnitt einer größeren Dorfwüstung erfasst werden, die nach Ausweis der archäologischen Funde, seit dem 9. Jahrhundert bestand und im 14./15. Jahrhundert aufgegeben wurde. Die Ausgrabungen lieferten neben mehreren Hofstellen mit Gebäuden unterschiedlicher Funktion auch die Dorfkirche mit Kirchhof. Wahrscheinlich handelte es sich bei dem aufgelassenen Ort um das zuletzt 1460 als Schwaige überlieferte Wagrain. 

Nach dem Ausweis der Schriftquellen sind die Münchner Schotterebene und andere Regionen Oberbayerns von den bekannten mittelalterlichen Wüstungsperioden kaum betroffen. Die Grabungsbefunde werfen auf diesen Stand der historischen Überlieferung ein neues Licht. Als besonders ungewöhnlich kann die Aufgabe einer Kirche mit Bestattungsrecht gelten.

Der Vortrag stellt die neuen Befunde in den siedlungsarchäologischen Kontext der Schotterebene, die in den letzten Jahrzehnten zahlreiche großflächig untersuchte Siedlungen des frühen Mittelalters geliefert hat.

Jochen Haberstroh: Studium der Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, Vor- u. Frühgeschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde und Kommunikationswissenschaft an den Universitäten Bamberg und Freiburg im Breisgau; 1990 Abschluss der Magisterarbeit zum Thema „Ausgrabungen in der ehem. Grafenburg in Ebersberg/Oberbayern“. 1994 Promotion zum Thema „Germanische Funde der Kaiser- und Völkerwanderungszeit aus Oberfranken“ (veröffentlicht in den Materialheften zur Bayerischen Vorgeschichte A82/2000). 1994–2003 Gebietsreferent der Archäologischen Außenstelle Oberfranken, Schloß Seehof, Memmelsdorf; 2003–2007 Leiter der Dienststelle Ingolstadt des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege; seit 2007 Referatsleiter München/Oberbayern und stellv. Abteilungsleiter Bodendenkmalpflege im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.

Livestream: https://teams.microsoft.com/l/meetup-join/19%3ameeting_NzA4NmJmOGEtOTU1Ni00MTcyLWIyM2MtNzlkNDI0MjNjZTQ4%40thread.v2/0?context=%7b%22Tid%22%3a%22158a941a-576e-4e87-993d-b2eab8526e50%22%2c%22Oid%22%3a%221717ce96-40bc-4803-9afa-8c8bd2bed230%22%7d

Mittwoch, 21. Jänner 2026, 18:30 Uhr
Universität Graz Hauptgebäude, 8010 Graz, Universitätsplatz 3/I, Hörsaal 01.15 (hybrid)

Gudrun Praher-Malderle und Levente Horváth

Die Ausgrabungen in der Grazer Burg: aktueller Stand der archäologischen Ergebnisse

Die Grazer Burg befindet sich in erhöhter Lage am südöstlichen Fuße des Schloßberges unmittelbar östlich der Altstadt. Es handelt sich um einen Gebäudekomplex, der um insgesamt drei Höfe gruppiert ist und der an der ehemaligen mittelalterlichen Stadtmauer liegt. Im Rahmen des Projekts „Revitalisierung Grazer Burg“, das die öffentliche Zugänglichkeit der Erdgeschoßräume sowie die Neugestaltung der drei Burghöfe zum Ziel hat, wurden zwischen November und Dezember 2021 erste archäologische Voruntersuchungen im gesamten denkmalgeschützten Areal durchgeführt. Darauf folgte in der ersten Bauetappe von September 2024 bis Februar 2025 eine Ausgrabung im Osttrakt. Die aktuell laufenden Grabungen, die im Juli 2025 begonnen haben, konzentrieren sich auf den nördlichen Gebäudetrakt sowie den ersten Burghof. Graz war von 1379 bis 1619 Residenzstadt der Habsburger. Mit dem Bau der Burg wurde 1438 unter Herzog Friedrich V., dem späteren Kaiser Friedrich III., begonnen. Erweiterungen und Umbauten erfolgten bereits unter seinem Sohn Kaiser Maximilian I. bzw. dessen Nachfolgern. Im Vortrag werden die vorläufigen Ergebnisse der bisherigen Grabungsetappen sowie der laufenden Kampagne präsentiert. Im Fokus stehen die Lage und Ausdehnung der Gebäude entlang der Stadtmauer zur Zeit der ersten Bauphase sowie die baulichen Entwicklungen im Spätmittelalter und der Neuzeit. Neue Überlegungen zum Verlauf der Stadtmauer im Bereich der Burg werden zudem zur Diskussion gestellt. Darüber hinaus liefern Funde und Befunde aus der Zeit vor dem Burgbau Hinweise auf Siedlungsaktivitäten ab dem 12. Jahrhundert. Einzelfunde deuten auf eine Besiedlung bereits im 10./11. Jahrhundert hin und lassen Grabbefunde im ausgehenden Frühmittelalter vermuten.

Mag. Dr. Gudrun Praher-Malderle absolvierte das Magisterstudium der Archäologie und Kunstgeschichte an der Karl-Franzens Universität Graz, anschließend Doktoratsstudium der Urgeschichte und Historischen Archäologie an der Universität Wien. Die berufliche Laufbahn umfasst die wissenschaftliche Leitung und Mitarbeit bei zahlreichen archäologischen Ausgrabungen im In- und Ausland. Weitere Schwerpunkte liegen in der Aufarbeitung und Publikation archäologischer Grabungsergebnisse sowie der Mitarbeit an Forschungsprojekten – insbesondere mit Fokus auf latènezeitliche und römerzeitliche Keramik. Seit 2021 als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Archäologie und Münzkabinett des Universalmuseums Joanneum tätig. Derzeit örtliche Grabungsleiterin bei den Ausgrabungen in der Grazer Burg.

Mag. Levente Horváth studierte Archäologie in Graz und legt seit der 2013 abgeschlossenen Diplomarbeit seinen Forschungsschwerpunkt auf die Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit. Seit dem Studienabschluss war er bei diversen archäologischen Projekten in Österreich beschäftigt, arbeitete auch als Projektassistent am Institut für Archäologie der Universität Graz (inzwischen Institut für Antike) und war dort seit 2017 regelmäßig in der Lehre tätig. Zwischen 2020 und 2024 arbeitete er bei Novetus GmbH als Grabungsleiter. Seit 2024 ist er in der Abteilung Archäologie und Münzkabinett des Universalmuseums Joanneum als stellvertretender örtlicher Grabungsleiter bei den Ausgrabungen in der Grazer Burg tätig und ist daneben auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem FWF gefördertem Projekt „Hierarchie und Netzwerk. Die Burgen von Wildon (Steiermark)“ beschäftigt. In seiner laufenden Dissertation beschäftigt sich Horváth mit der Entwicklung des mittelalterlichen Stadtkerns von Graz.

Online-Teilnahme: https://uni-graz.zoom.us/j/67421250567?pwd=GXtEcb6kP1rbc7ZzNBp5kF3ZdaXpLT.1
Meeting-ID: 674 2125 0567
Kenncode: 449226

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